Marius & Fanny

Auftraggeber: Theaterensemble Obertor
Produktionszeitraum: Herbst 2025

Der französische Dramatiker Marcel Pagnol (1895–1974) schrieb «Marius» im Jahr 1929. Das Stück war ein so grosser Erfolg, dass er ihm zwei Fortsetzungen folgen liess: «Fanny» (1931) und «César» (1936). Die «Trilogie marseillaise» zeichnet sich durch Emotionalität, Humor, schmissige Dialoge, Klugheit und starke Charaktere aus – und durch einen gehörigen Schuss Romantik. Jedes Stück funktioniert für sich selbst und kann einzeln genossen werden, zusammen erzählen sie aber eine einzige grosse Liebesgeschichte.

Nach dem technisch aufwändigen Jubiläumsstück «Perseus – ein Heldenmusical» entschied sich das Theaterensemble Obertor, im 21. Jahr seines Bestehens wieder klassisches Theater zu spielen. Weil ein Theaterstück immer nur eine beschränkte Anzahl guter Rollen aufweist, dem Ensemble aber über 30 Leute angehören, hat es diese Saison gleich zwei Stücke der Marseiller Trilogie erarbeitet, nämlich «Marius» und «Fanny».

Kunst

Auftraggeber: Theaterensemble Obertor
Produktionszeitraum: Herbst 2022

«Kunst.» ist die vielfältigste Produktion in der 18-jährigen Geschichte des Theaterensembles Obertor: Wir haben acht Meisterwerke der Malerei ausgewählt – und zu jedem eine Szene entwickelt. Renoir inspirierte uns zu einem Krimi, Hopper zu einem stummen Liebesdrama, Bosch zu einer Auseinandersetzung mit dem Tod, Magritte zu einem Tanz und Kandinsky zu allerhand Unfug.

«Kunst.» zeigt, wie gross die Möglichkeiten des Theaterspiels sind: so unendlich wie der Sternenhimmel von van Gogh, mit dem wir die Aufführung abschliessen. Lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie ein abwechslungsreiches, unterhaltsames, bewegendes und immer wieder witziges Potpourri an Einfällen.

Trauer muss Elektra tragen

Auftraggeber: Theaterensemble Obertor
Produktionszeitraum: Herbst 2021

Vorlage des Stücks ist die «Orestie» des Aischylos, die grosse Trilogie um die Königstochter Elektra. Wie üblich bei griechischen Tragödien, wird integriert und gemordet. O’Neill verlegte das prototypische Familiendrama in die Zeit nach dem US-amerikanischen Bürgerkrieg und reicherte es mit viel Psychologie und noch mehr Schicksal an – der Elektra-Komplex spielt ebenso eine Rolle wie der Ödipus-Komplex. Es ist keine leichtverdauliche Kost, der sich das Theaterensemble Obertor da angenommen hat. Aber ein mehr als faszinierendes Stück Theatergeschichte: Es gibt wohl nur wenige Dramen, die von den Darstellenden so viel Emotionalität abverlangen wie «Trauer muss Elektra tragen». Die Trilogie, die an einem Abend aufgeführt wird, lässt das Publikum tief eintauchen in die Verstrickungen einer Familie, die natürlich nur zu oft an die eigenen Verhältnisse erinnern.